Diablo 4 Season 2 Fazit: Reinfall oder Hoffnungsschimmer?

Diablo 4 Season 2 Fazit: Reinfall oder Hoffnungsschimmer?
Inhaltsverzeichnis

Nachdem nun mein dritter Charakter Level 100 erreicht hat, wird es Zeit f√ľr ein umfassendes Fazit zur Diablo 4 Season of Blood. Seit Beginn der zweiten Season habe ich einen Knochenspeer Totenbeschw√∂rer, eine Kugelblitz Zauberin und eine Pfeilhagel J√§gerin auf Level 100 gelevelt.

Ich habe sowohl solo als auch in der Gruppe gespielt, alle Season-Inhalte abgeschlossen, Endgame Bosse getötet und Albtraum Dungeons gefarmt.

Ob mir das Ganze auch Spaß gemacht hat oder ob ich anstelle von Monsterhorden eher gegen Langeweile angekämpft habe, erfahrt ihr jetzt.

Was mir in der Season of Blood gut gefallen hat:

Die neuen Endgame Bosse machen Laune

Diablo 4 Season 2 Fazit: Endgame Bosse

Als alter Diablo 2 Veteran bin ich ein gro√üer Fan der neuen Endgame Boss Mechanik. Jeder der f√ľnf Bosse kann in Season 2 bestimmte Unique Items f√ľr jeden Charakter fallenlassen. Die K√§mpfe gegen Varshan, Lord Zir, Grigoire, die Bestie im Eis und Duriel sind abwechslungsreich und motivierend, wobei bei jedem Charakter andere Bosse aufgrund ihrer Loot-Tabelle im Fokus stehen.

Auch die Art und Weise, Bosse durch bestimmte Zutaten zu beschw√∂ren, wurde gut umgesetzt, da nun auch einige bisher wenig beachtete Spielinhalte wie Legion-Events oder der Fl√ľsternde Baum mehr Relevanz erhalten.

Die Jagd nach Unique Items hält mich noch immer bei Laune und ich freue mich schon darauf, zum Ende der Season gezielt Uber Uniques bei Duriel zu farmen.

Ich freue mich endlich √ľber Unique Items

Diablo 4 Season 2 Fazit: Item-System

Fast alle Uniques wurden in Season 2 √ľberarbeitet, sodass ich diese nun endlich auch in meinen Builds nutzen kann. Bisher waren viele der einzigartigen Gegenst√§nde einfach zu schlecht und keine Alternative zu legend√§ren Items mit passenden Affixen.

Die Balance wurde dabei trotzdem nicht zerst√∂rt: Auch wenn einige Unique Items nun zur Pflicht-Ausr√ľstung f√ľr jeden ernsthaften Build geh√∂ren, fiel mir oftmals die Entscheidung nicht leicht, ob ich nun ein bestimmtes Unique oder doch lieber ein legend√§res Item mit gut gerollten Affixen tragen soll.

Die Drop-Chancen f√ľhlen sich genau richtig an, um sowohl Gelegenheitsspieler als auch Dauerzocker wie mich bei der Stange zu halten. Ein wichtiger Faktor daf√ľr sind die variablen Rolls der Affixe, die mich motivieren, nicht einfach nur ein bestimmtes Unique, sondern eines mit guten Rolls zu finden.

Ein wenig Kritik gibt es beim Thema Uber Uniques: Zwar sind die Drop-Chancen bei Duriel (ca. 2 Prozent) gut gew√§hlt, jedoch wurden deren Affixe im Gegensatz zu normalen Uniques in dieser Season nicht √ľberarbeitet. Fast alle Uber Uniques sind daher aktuell einfach zu schlecht und nicht zu gebrauchen.

So fand ich beispielsweise bereits mein erstes Uber Unique "Andariels Maske". Die Freude war nat√ľrlich erstmal gro√ü, doch liegt sie seitdem ungenutzt in meiner Truhe.

Die Build-Vielfalt kann sich sehen lassen

Diablo 4 Season 2 Fazit: Build Vielfalt

Ganz besonders gefällt mir die Menge an verschiedenen Builds, die ich mit jedem Charakter spielen kann. Neben etablierten Builds wie dem Knochenspeer Totenbeschwörer sind in der Season of Blood eine Menge neuer spaßiger Builds hinzugekommen.

Mein pers√∂nliches Highlight ist die Kugelblitz Zauberin, die zugegebenerma√üen vielleicht etwas zu stark ist, aber einfach unglaublich Spa√ü macht. Insgesamt ist die Balance der Builds aber gut gelungen. Nat√ľrlich gibt es st√§rkere und schw√§chere Builds, aber das macht ja das Meta einer jeden Season aus.

Blizzard's Ansatz, bin zur n√§chsten Season keine Builds zu nerfen, unterst√ľtze ich dabei zu 100%.

Leveln macht Spaß? Auf jeden Fall!

Der Weg von Level 1 bis 100 ist f√ľr mich in Season 2 noch motivierender ‚Äď sowohl solo als auch in der Gruppe. Das liegt vor allem daran, dass sich jeder Build mit steigendem Level und besserer Ausr√ľstung langsam aber stetig entfaltet.

So startete meine Pfeilhagel Jägerin zunächst mit Durschlagendem Schuss und wurde nur langsam stark genug, um auf Pfeilhagel zu wechseln. Hinzu kamen einige motivierende Power-Spikes, wie der Moment, als ich endlich das wichtige Unique Botschaft Hakans hatte.

Unzählige QoL Features verbessern das Spielerlebnis

In Diablo 4 gibt es viele Kleinigkeiten, die das Spielgef√ľhl mindern. Einige Beispiele sind die hakelige Steuerung des Pferdes, schlecht durchdachte Dungeon-Layouts mit ineffizienten Wegen oder die Vielzahl unn√ľtzer Gegenst√§nde, die st√§ndig das eigene Inventar zum√ľllen. In ihrer Gesamtheit werden diese kleinen Probleme zu einem Spielspa√ü-Killer.

In Season 2 hat Blizzard hier jedoch umfassend nachgebessert und eine Vielzahl der von der Community geforderten QoL ("Quality of Life") Features umgesetzt. Nat√ľrlich sind wir hier noch lange nicht am Ziel, die hei√ü ersehnten Loot-Filter haben es beispielsweise, noch immer nicht ins Spiel geschafft.

Doch wie Blizzard hier in so kurzer Zeit so umfassend auf unser Feedback eingeht, steigert meine Vorfreude auf zuk√ľnftige Seasons enorm.

Meine Meinung zu den Season-Inhalten:

Diablo 4 Season 2 Fazit: Season Quest
  • Von den saisonalen Inhalten sticht vor allem das Bluternte Event positiv hervor. Es macht Spa√ü, kann schon auf niedrigeren Leveln gemacht werden und ist im Gegensatz zu den H√∂llenflut Gegenden immer verf√ľgbar.
  • Die Vampirischen M√§chte sind weitaus besser balanciert als die Boshaften Herzen (Barbierherz *Hust*) aus Season 1. Sie erg√§nzen jeden Build sinnvoll. Allerdings l√§uft es fast immer auf dieselben M√§chte hinaus, hier h√§tte ich mir mehr Abwechslung gew√ľnscht.
  • Ebenso ist das Pakt-System nicht gut ausgearbeitet, da ich die Pakte durch das Bluternte Event sehr schnell sammle und diese dann keine Rolle mehr spielen.
  • Die Season-Quest war "nett". Da ich dieses jedoch mit jedem Charakter erneut durchspielen muss, wurde dies schnell zu nervigen Plackerei. Da h√§tte mir einmal gereicht.

Meine Kritikpunkte an der 2. Season:

Das Item-System hat so seine Macken

Diablo 4 Season 2 Fazit: Item-System

Grunds√§tzlich finde ich das Item-System im Gegensatz zu vielen Diablo 4 N√∂rglern durchaus gelungen, jedoch an einigen Stellen verbessungsw√ľrdig.

So scheint das System der Gegenstandsmacht nicht ganz ausgereift, da dieser Wert eigentlich nur auf Waffen bzw. deren Schadenswerten wirklich eine Rolle spielt. Bei allen anderen Ausr√ľstungsteilen ist der Unterschied zwischen z. B. 850 oder 925 Gegenstandsmacht kaum relevant.

Auch, dass Duriel und Weltenbosse nun garantiert Gegenstände mit der Gegenstandsmacht 925 fallenlassen, sehe ich etwas kritisch. Es zerstört die Jagd nach besseren Items ein wenig, da ich, sobald möglich, zu einem Weltenboss renne und mir dort eine 925er Waffe abhole, welche ich bis Level 100 tragen kann.

Seltene Gegenst√§nde werden mit steigendem Level zunehmend zur Plackerei. Jeder Albtraum Dungeon f√ľllt mein Inventar mit unz√§hligen Items, die m√ľhselig angeschaut und beim Schmied verwertet werden m√ľssen. Hinzu kommen eine zu gro√üe Anzahl uninteressanter Affixe.

Drei Dinge w√ľrden das Item-System meiner Meinung nach enorm verbessern:

  • Man sollte weniger Items finden.
  • Diese sollten n√ľtzlichere Affixe haben.
  • Loooooot-Filter!!!

Level 100! Und was nun?

Mein gr√∂√üter Kritikpunkt seit des Diablo 4 Releases besteht weiterhin. Sobald ich Level 100 erreicht habe, gibt es f√ľr mich einfach nichts mehr zu tun. Zumindest nichts, worauf ich Lust habe.

Klar, ich k√∂nnte noch bessere Uniques farmen oder mich durch Level 100 Albtraum Dungeon pr√ľgeln, aber das Spiel liefert keine Anreize, diesen Aktivit√§ten nachzugehen. Es fehlen Endgame-Inhalte, jedoch glaube ich, dass zuk√ľnftige Seasons hier noch einiges liefern werden. Die Shared World hat viel ungenutztes Potentiel.

Glyphen leveln nervt gewaltig!

Vor der aktuellen Season war das Leveln von Glyphen meiner Meinung nach gut ausbalanciert. Meist habe ich das maximale Glyphenlevel relativ zeitgleich mit dem maximalen Charakterlevel erreicht.

Nun dauert es jedoch viel länger, das Level seiner Glyphen zu erhöhen. Auf Level 100 sind diese erst Level 15 und ich muss weitere Zeit investieren, um meinen Build zu vollenden. Zwar erhöht sich dadurch die Spielzeit, aber motivierend ist das System nicht.

Ich werde dadurch außerdem gezwungen, die Aktivitäten zu bevorzugen, die nicht nur XP geben, sondern auch meine Glyphen ausreichend leveln.

In zuk√ľnftigen Seasons sollte es zus√§tzliche M√∂glichkeiten geben, wie man seine Glyphen leveln kann, wie z.B. bei Endgame Bossen.

Mein Fazit: Spielspa√ü pur, aber nicht f√ľr jeden

Diablo 4 Season 2 Fazit: Meinung

Macht mir die Season of Blood nun Spa√ü? Aber sowas von! Im Vergleich zur ersten Season ist die Season of Blood ein riesiger Schritt in die richtige Richtung und ich bin bin sehr gespannt auf zuk√ľnftige Seasons und Erweiterungen.

Nat√ľrlich gibt es noch eine Menge Baustellen, aber Blizzard zeigt sich entschlossen, diese St√ľck f√ľr St√ľck auszumerzen.

Doch ist mir auch bewusst, dass ich als Dauerzocker, der gern stundenlang am perfekten Builds t√ľftelt, nicht zur Gruppe der typischen Diablo 4 Spieler geh√∂re. Man muss schon Spa√ü am "stupiden" XP farmen und der Build-Bastelei mitbringen, um mit Diablo 4 warm zu werden.

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